Der bloggende Feminismus

So als Nachbereitung der re:publica und auch bezugnehmend auf ein gestern Abend geführtes Gespräch, möchte ich mich heute auf das Glatteis des bloggenden Feminismus wagen. Mann, äh, Frau möge bitte nachsichtig mit mir sein.

Feminismus, das ist doch das Ding, wo eine Gruppe optisch benachteiligter und/oder alternativ-esoterisch angehauchter Frauen kollektives wehklagen betreibt – dachte ich. Nun, das ist arg über den Kamm geschoren, aber es ist auch Wahrheit darin enthalten.

Auf der re:publica ging es beispielsweise um den Sexismus im Web. Dies aufgehängt auf der Tatsache, das die Mehrzahl der erfolgreichen Blogs von Männern betrieben wird. Und das hinter dem Phenomen der so genannten α-Blogger ein System männlicher Bevorzugung steht. Männliche Journalisten berichten lieber über männliche Blogger, genau, wie auch die männliche Vernetzung untereinander stärker sei. Ja, das ist ein Riesenproblem. Nur, ich kann das nicht nachvollziehen. Mir schmeckt das viel zu sehr nach Verfolgungswahn – vielleicht entspricht es aber auch nur einfach nicht meinem eigenen Weltbild.

Das Problem ist dennoch präsent, vermutlich unabsichtlich und zugleich mit großer Wahrscheinlichkeit thematisch basiert. Welche Themen werden von Männern für ihren Blog gewählt und welche von Frauen? Welche Reichweite steckt da wiederum dahinter? Genauso, wie man sich fragen darf, ob das Prinzip der Eigenwerbung von Mann und Frau gleichermaßen intensiv betrieben wird. Hier schätze ich persönlich viele Frauen sehr viel zurückhaltender ein. Aber, im Grundsatz haben sie die gleichen Chancen eine interessierte Öffentlichkeit, bestehend aus Männern und Frauen, anzusprechen. Davon bin ich überzeugt.

Um zurückzukommen zur re:publica – die von mir besuchte Session zum Thema Sexismus im Internet war eine der schlechtesten Sessions, die ich je besucht habe. Es wurde von der Bühne lautstark angeklagt und eine Szenerie der absichtlichen Unterdrückung der Frauen aufgemalt. Ich saß da und konnte das beim besten Willen nicht nachvollziehen, obwohl viele der vorgetragenen Argumente durchaus nachvollziehbar waren. Als ich mich umschaute, saß auch der Rest des Publikums mit recht zwiegespaltenen Gesichtern da. Da war einerseits der Wunsch nach Revolution und regulierter Gleichstellung und auf der anderen Seite mehr oder minder stark ausgeprägtes Unverständnis, so, wie auch bei mir. Ich glaube fest daran, dass man gerade als Bloggerin oder Blogger gleiche Ausgangsparameter in Bezug auf den Erfolg hat. Wer gut und interessant publiziert wird sich damit seine Leserschaft und Reichweite erarbeiten. Da gehören klare Gedanken in Bezug auf die Zielgruppe mit in die Planung des Blogs mit in die Überlegung. Marketing, wenn man so möchte. Und wer dann dauerhaft und mit viel Energie gut schreibt, der/die hat die Chance eine angemessene Dosis Ruhm und Ehre zu erfahren.

Ich finde Frauen und viele derer Gedanken ganz großartig und bin gerne bereit eine Diskussion über Feminismus zu führen. Das habe ich auch gestern Abend getan. Das war trotz eines von mir so empfundenen schwierigen Einstiegs interessant und hatte letztendlich viel mit dem bewussten Nutzen von Möglichkeiten zu tun. Was gar nicht dabei war, war das Klagelied, das auf der re:publica gesungen wurde. Es war ein lösungsorientierter Dialog, der aufzeigte, wie weit man kommen kann, wenn man Möglichkeiten gezielt identifiziert und nutzt. Und genau das ist vielleicht eine der Chancen, die der klagende Feminismus verpasst – er weigert sich die Chancen zu nutzen, die einen gewissen Grad an Anpassung erwarten. Kann man das so sagen? Ich würde es gerne hier mit Ihnen diskutieren und bin sehr neugierig auf die Reaktionen.

15 Antworten auf &‌#8222;Der bloggende Feminismus&‌#8220;

  1. Ich habe die Diskussion auch – aufmerksam – verfolgt.

    Und mich eine Stunde lang gefragt, worum genau es denen eigentlich geht. Als es nach gefühlten 35.000 x „Ähm“ dann – endlich – vorbei war, war ich reichlich sauer. Da wurde erst angekündigt, man müsse nun viel Inhalt in gerade mal eine Stunde hineinpressen. Und dann kam eine Stunde lang gar nichts Substantielles, völlig vergeudete Zeit also.

    Der Feminismus dieser Tage weist auf Sexismus, Unterdrückung, Benachteiligungen aller Art hin, kann aber stets nie einen Beweis für diese Behauptungen liefern. Sämtliche angeführten „Belege“ erweisen sich bei näherer Prüfung nämlich stets als ein Sack voll heißer Luft.

    Beispiel Gender Wage Gap. Das Ausmaß dieses Frauen angeblich diskriminierenden Phänomens wird seitens Feministinnen seit Jahren gebetsmühlenartig heruntergebetet, bei jedem Equal Pay Day wird mit roten Handtaschen jener magischen Zahl gedacht: 23 %.

    Dieses Feministinnen wohlvertraute Thema wurde auf der Podiumsdiskussion allerdings mit bemerkenswert spitzen Fingern angefasst, man zierte sich förmlich, diese Zahl selbst in den Mund zu nehmen.

    Das hat auch Gründe. Denn diese 23 % angeblich weniger Lohn für gleiche Arbeit (bei nichtselbstständig Beschäftigten) haben sich schon seit einiger Zeit als gigantische Ente herausgestellt.

    Selbst selbstständige Frauen verdienen 30 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Gender Wage Gap basiert angeblich auf dem Umstand, dass männliche Chefs ihren weiblichen Arbeitnehmern aus Sexismus weniger Geld für letztlich gleiche Arbeit bezahlen als männlichen Arbeitsnehmern. Betrachtet man die Selbstständigen, dann sieht man, dass man als Frau erheblich besser fährt, wenn man einen angeblich diskriminierenden Chef überhaupt erst hat.

    Und so verhält es sich mit allen seitens Feministinnen aufgetischten Themen. Es weht ihnen in letzter Zeit ein nie gekannter Gegenwind entgegen, da Behauptungen heute von jedermann in kürzester Zeit überprüft werden können und es auch werden. Und dabei erweist sich stets, dass der Feminismus eben keine argumentative Grundlage mehr hat, die aus mehr als hanebüchenen Behauptungen und Unterstellungen besteht.

    Die Gleichberechtigung ist nicht nur erreicht, es bestehen sogar Ungleichheiten zu Lasten von Männern, da Frauen zwar die gleichen Rechte zugestanden wurden wie Männern, nicht aber die gleichen Pflichten. Männern hingegen wurden althergebrachte weibliche Privilegien nicht zuteil, wohl aber ein ganzer Haufen ehedem weibliche Pflichten. Zudem werden Frauen mit einem jährlichen Millionenaufwand überall gefördert, es gibt Antidiskriminierungsgesetze, Gleichstellungsbeauftragte, Girls‘ Days etc. pp.

    Und trotz dieser erreichten Gleichberechtigung, ja Privilegierung der Frauen erreichen diese im Leben nach wie vor nicht die gleichen Ziele wie Männer. Ob sie das überhaupt wollen, sei mal dahin gestellt. Da angenommen wird, dass Männer und Frauen gleichermaßen begabt, talentiert, leistungsstark, motiviert etc. sind, gleiche Präferenzen und Ziele haben, wird daher auf eine nach wie vor bestehende Diskriminierung geschlossen. Die aber stets unauffindbar bleibt.

    Und deshalb dämmert ihnen langsam, dass es gar keine Diskriminierung gibt, sondern dass schon die Grundannahme, Männer und Frauen wären gleich, falsch ist.

    Darum ist auch nicht mehr von „Gleichberechtigung“ die Rede, sondern von „Gleichstellung“, was im Klartext „Ungleichberechtigung“ zu Lasten von Männern bedeutet, um Frauen an dieselben Ziele gelangen zu lassen, die Männer erreichen. Es ist von „gleichwertiger“ statt „gleicher“ Arbeit die Rede, was nur bedeuten kann, dass ungleiche Arbeit letztlich gleich viel wert sein und entsprechend auch gleich honoriert werden soll.

    Diese neue Wortwahl kündigt etwas an, das dem Volk wohlweislich nur „getarnt“ angedreht werden kann:

    Der Feminismus nähert sich dem Problem, dass Männer und Frauen ungleiche Ziele erreichen (was zu ändern das Ziel des Feminismus ist) nun nicht mehr aus Richtung der gleichen Startbedingungen (Gleichberechtigung), da dies nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat und auch nicht führen wird, sondern aus Richtung des festgeschriebenen gleichen Zieleinlaufs (Gleichstellung). Daher z.B. die Forderungen nach Frauenquoten, durch die es völlig egal wäre, ob eine Arbeit „gleich“ ist oder eben nicht.

    Auch das vom Feminismus klammheimlich implementierte „Gender Mainstreaming“, welches die bisherige Frauenförderung von unten (Bottom-Up) durch einen Top-Down-Ansatz ergänzt, um gleichen Zieleinlauf von vornherein festzulegen, ist Ausprägung dieses neuen – totalitären – Ansatzes.

    Und dieser Ansatz würde sich extrem schlecht verkaufen, würde man ihn nicht maximal verklausuliert verkaufen, sondern klipp und klar bekennen, was genau das eigentlich bedeutet: Gewollte Ungleichberechtigung zu Lasten von Männern. Das erklärt die Wortkargheit mancher Feministin, wenn es darum geht, die eigenen Ziele doch mal klar zu benennen. Da geht man lieber heimlich, still und leise zu Werke. Bastelt erst ein wenig an der Sprache rum und so.

    Gleichberechtigung ist erreicht, niemand diskriminiert Frauen, um diese am Bloggen zu hindern. Niemand hindert sie, gut zu schreiben, Interessantes zu recherchieren und zu kommentieren, eine interessierte Leserschaft für sich zu gewinnen.

    Dennoch spielen Frauen z.B. in der Blogosphäre eine eher untergeordnete Rolle – daher nimmt eine Feministin automatisch an, es müsste eine Diskriminierung vorliegen, da Männer und Frauen ihrer Meinung nach ja absolut gleich sind, daher auch überall gleich vertreten sein müssen, es aber nicht sind.

    Es ist aber lediglich diese ewige Grundannahme, die vollkommen falsch ist. Man kann niemanden aus Sexismus daran hindern zu bloggen, wie denn? Wie kann es in einem Medium, das letztlich nur aus Information besteht, Sexismus geben? Eine Frau könnte sich ja auch als Mann ausgeben und als solcher bloggen. Vermutlich würde man sie zwar schnell als Frau enttarnen – weil Männer und Frauen eben unterschiedlich sind. Auch in Ausdruck, Denkweise, Herangehensweisen an Probleme, Interessen an bestimmten Themen, in der Wortwahl etc. pp. – aber es wäre möglich. Und es würde keinen Unterschied machen, dass man sie für einen Mann hält. Deswegen liest sich kein Mensch etwas durch, das er nicht lesen will, weil es ihn nicht interessiert.

    Oder wie stellen die sich das künftig in der Blogosphäre vor? Gleichberechtigung herrscht im Internet, wohl mehr als in jedem anderen denkbaren Betätigungsfeld (vom Bloggen kann einen etwa die lästige Kindererziehung oder irgendwelche „gläsernen Decken“ ja kaum abhalten). Dennoch ist der „Zieleinlauf“ nicht synchron. Und nun „Gleichstellung“? Muss man erst zwingend einen Blog einer Frau lesen, bevor man den eines Mannes lesen darf? Eine zwangsweise Frauenquote also? Diskriminierung von Männern? Soll das auch hier das Mittel zur gewünschten Zielerreichung sein? Anders ginge es nämlich nicht.

  2. Meiner Wahrnehmung nach, war der Feminsmus schon vor 100 Jahren absurd. Es war ein „revolutiönchen“ von bessergestellten Frauen. Oftmals sogar Homosexuellen Frauen.

    Im Buch „The Fate of Empires“ wird erwähnt das am Ende einer Kultur diese Feminisiert, Frauen wollen dann (weil sie können) überall mitmachen.

    http://www.arlev.clara.net/glubb/index.htm

    Ich persönlich denke das dies eine Kultur schwächt, denn Frauen haben eine andere Weltperspektive als Männer. Dies zeigt sich auch beim Bloggen. Während die meisten Frauen eher persönliches oder feministisches Besprechen, sind es die Männer die vorpreschen und neues oder gewagtes bringen. Viele scheitern, aber sie haben den Mut scheitern zu wollen.

    So wie es sich in der Bloggosphäre zeigt, und wie darüber „Analysiert“ wird (Männer bevorzugen ABSICHTLICH nur Männer), zeigt es den Wesenszug des Feminismus. So wird heute gesagt das in den letzten Jahrhunderten Frauen unterdrückt waren weil so wenige Frauen etwas „grossartiges“ geleistet haben. Es ist genau dieselbe Argumentation. Und darum ist der Feminismus für mich nur Heisse Luft. Gefährliche Heisse Luft weil viele Männer das alles glauben (und sich zum Teil unterdrücken!) und das die Kultur schwächt.

    /ajk

  3. Bin grad erschrocken, dass hier überwiegend Männer auf die Frauen einhauen. Das find ich nicht besser, als die wehklagenden Frauen. Wie könnte man den Dialog konstruktiv gestalten?

  4. @Roland

    Du musst nicht erschrecken. Wo haut hier irgendwer wen? Hm? Und unterscheide bitte Frauen und Feministinnen, denn das ist zweierlei.

    Wo entdeckst du mangelnde Konstruktivität? Wo Frauenfeindlichkeit?

    Wir haben nur mal nachgeguckt. Und sagen, was wir gesehen haben und wo wir das gesehen haben, damit es auch jeder überprüfen kann. Wir waren nicht minder erschüttert als du, glaub‘ mir.

    Feministinnen (nicht Frauen, das ist ein ganz wesentlicher Unterschied) behaupten. Und wir widersprechen und belegen.

  5. Hallo Roland,

    Du findest dich hier gerade wieder im Krieg der Geschlechter.

    Oder genauer: Maskulisten gegen Feministen.

    Beide Seiten produzieren unendlich viel Schrott, haben aber auch punktuell Recht.

    Mit deiner leicht naiven Kritik an feministischen Positionen (dein Ausgangsposting) hast Du erstmal die Maskulisten hierher geloggt. Mit etwas Glück finden sich noch Feministen ein, dann steigt hier eine richtig heiße Party… 😉

    Herzliche Grüße 🙂

    [WORDPRESS HASHCASH] The poster sent us ‚0 which is not a hashcash value.

  6. „Bin grad erschrocken, dass hier überwiegend Männer auf die Frauen einhauen. Das find ich nicht besser, als die wehklagenden Frauen. Wie könnte man den Dialog konstruktiv gestalten?“

    Ein Dialog mit Feministinnen ist leider unmöglich.Diese sind absolut Resistent gegen jedes vorgebrachte Argument, bei Gegenbeispielen sind dies Einzelfälle, auch wenn diese tausendfach geschehen, am Ende wird dann auf einen anders-lautenden „gesellschaftlichen Konsens“ verwiesen, der natürlich die unbewiesene aber gefestigte, teils bereits als falsch bewiesenen Ansichten der Feministen festschreibt.
    Wenn es nicht bereits soweit kommt und neben Beleidigungen totschlagsargumente wie „rechte Sau“, „Sexist“ „Gewalttäter“ etc. ein Weiterführen eines Dialoges unmöglich macht.

    Wenn ein Dialog doch mal nicht so endet, verkriechen sie sich in Schutzräume (so ihre Bezeichnung dafür) und bekräftigen sich dort intensiv mit gegenseitigem gejammere über böse, sexistische Männer.

    Feministinnen sind in meinen Augen Frauen mit gestörtem Umgang mit Männern, wobei die Störung des Zusammenlebens von den betroffenen Frauen selbst ausgeht.

  7. Dann harmoniere ich wohl einfach nicht mit den Betonköpfen beider Lager! Das bedeutet, ich werde hier bestimmt keinen Spielplatz für inhaltsleeres und gegenseitig beleidigendes Phrasengedresche eröffnen. Wer sachlich und argumentativ an so einer Diskussion teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen. Der Rest möge sich bitte trollen und respektieren, das es deutlich mehr Farben als Schwarz und Weiß gibt!

  8. Wie jetzt? Dialog oder lieber doch nicht? 🙂

    Und gut, wenn ich mir dann brav die Mühe mache und versuche, einen Dialog zu führen und dann kein Dialog zustande kommt, sondern einem nur, mal sehen, Betonköpfigkeit, Inhaltslosigkeit, Phrasendrescherei, Frauenfeindlichkeit, Beleidigungen, Unsachlichkeit, Argumentationslosigkeit und Schwarzweißseherei reichlich haltlos unterstellt wird, weil man die Frechheit hat, Kritik am Feminismus zu üben…

    Dann halte ich das auch nicht für sonderlich konstruktiv, nichts für ungut.

    Und nochmals: Der Feminismus ist nicht „die Frauen“, genauso wie die SPD nicht „die Deutschen“, sondern die „deutsche Sozialdemokratie“ ist. Und man greift somit nicht „die Deutschen“ an, wenn man Kritik an der SPD bzw. ihren politischen Zielen hat.

    Frauenfeindlichkeit wird nur gerne unterstellt, sobald man dem Feminismus nicht gestattet, einen reinen Monolog zu führen. Da herrscht nun mal absolutes Kritikverbot.

    Aber gut, man ist’s ja gewöhnt…

  9. Die Antwort lautet ganz klar: Konstruktiver Dialog ist gewünscht! Keine Monologe, keine Einbahnstraßenwortmeldungen und andere destruktive Vorträge. Das sollte doch machbar sein. Nur so kann man meiner Meinung nach in diesem Themenfeld diskutieren. Eben mit etwas Disziplin, denn das reine Vortrag von Kritik wird in so einer Diskussion keine Fortschritte bringen.

    Ich für mich würde gerne lernen, wie man sich aus dieser Diskussion weiterentwickeln könnte, wie Lösungen aussehen könnten – sowohl in Bezug auf Wahrnehmung, als auch in Bezug auf einen respektvollen Umgang miteinander.

    Warum fühlen (feministischen) Frauen sich in Bezug auf die Blogosphäre benachteiligt?
    Sollte man das ernsthaft beobachten?
    Oder ist es eine rein subjektive Wahrnehmung, die nicht verifizierbar ist?
    Wo liegen die Unterschiede?
    Wie könnt man hier etwas verändern?
    Muss man überhaupt etwas verändern?

  10. „Warum fühlen (feministischen) Frauen sich in Bezug auf die Blogosphäre benachteiligt?“

    Weil sich unter den erfolgreichen Bloggern weniger Frauen als Männer rum treiben.

    „Sollte man das ernsthaft beobachten?“

    Sollte man, um kommenden Ungerechtigkeiten vorzubeugen, siehe unten.

    „Oder ist es eine rein subjektive Wahrnehmung, die nicht verifizierbar ist?“

    Ja: Siehe unten.

    „Wo liegen die Unterschiede?“

    Zumindest nicht in Diskriminierung begründet.

    „Wie könnt man hier etwas verändern?“

    Frauen bloggen künftig einfach exakt so oft und so „gut“ wie ihre männlichen Kollegen, dann wird ihnen auch die korrespondierende Anerkennung und der korrespondierende Erfolg zuteil. Das kann ihnen aber keiner abnehmen, was sich aber unter Feministinnen noch nicht so recht rum gesprochen hat.

    „Muss man überhaupt etwas verändern?“

    Wozu? Wer hätte davon einen Nutzen und nicht nur Schaden?

    Man stelle sich die Welt mal als ein riesiges „Die Reise nach Jerusalem“ vor, allerdings nicht nur mit einer Schulklasse, sondern mit Abermillionen von Menschen beiderlei Geschlechts als Teilnehmern. Es findet ein Wettbewerb statt und eine Selektion, weil nach jeder Runde ein Teilnehmer ausscheidet und ein Stuhl weg genommen wird. Der Wettbewerb wird von persönlichen Eigenschaften bestimmt, wie z.B. Schnelligkeit, Beharrlichkeit, Intelligenz, Bildung, persönliche Interessen, Geschicklichkeit, Beharrlichkeit, Kreativität, Mut, Risikobereitschaft, Motivation, aber auch einfach dem blankem Zufall, eigenen Entscheidungen, Präferenzen, von allen nur irgendwie möglichen Dingen. Aber niemand wird aufgrund seines Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt. Es gibt keine Diskriminierung.

    So funktioniert „Gleichberechtigung“.

    Man nehme nun an, mit jedem Durchlauf werden die verbleibenden Stühle immer wertvoller und damit natürlich begehrter.

    Zudem läge – weil Männer und Frauen in ihren persönlichen Eigenschaften, die den Wettbewerb aber entscheiden, nun mal nicht absolut gleich sind – die Wahrscheinlichkeit, dass nach jedem einzelnen Durchlauf eine Frau ausscheidet bei 50,000001 % und dass ein Mann ausscheidet bei nur 49,999999 %. Man lasse es einen minimal kleinen Unterschied sein, aber eben einen Unterschied und er existiere auch, obwohl Frauen schon mit allen nur erdenkbaren Mittel gefördert werden, nicht aus dem Spiel auszuscheiden.

    Nach Abermillionen von Durchläufen sind nur noch 10.000 Stühle übrig. Und aufgrund der o.g. Wahrscheinlichkeiten sind so gut wie nur noch Männer übrig. Das ist unter den gesetzten Annahmen eine mathematische Gegebenheit, aber sicher keine Diskriminierung.

    Wenn man dazu noch einkalkuliert, dass an dem Spiel – freiwillig – stets weniger Frauen teilnehmen als Männer, dann ist – rein mathematisch – auch klar, dass am Ende des Spiels noch deutlich weniger Frauen übrig sind, da geringere Wahrscheinlichkeit und geringere Teilnahme miteinander multipliziert nun mal mathematisch kein anderes Ergebnis zulassen. Weniger als 50 % multipliziert mit weniger als 50 % ergibt eben NOCH weniger als 50 %.

    Wenn man mit dem Endergebnis aus ideologischen Gründen nun nicht einverstanden ist, nicht zuletzt, weil die Stühle von Frauen und Männern gleichermaßen begehrt werden, was läge dann näher, als eine Diskriminierung zu behaupten, auch ohne sie schlüssig beweisen zu können?

    Und um diese vermeintliche Diskriminierung abzustellen, wird dann gefordert, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann oder eine Frau ausscheiden, künftig bei exakt 50 % liegt. D.h., in bestimmten Abständen wird einer nach einer Runde ausgeschiedenen Frau der Stuhl eines x-beliebigen Mannes überlassen, der an ihrer Stelle aus dem Spiel ausscheiden muss, obwohl er sich erfolgreich einen Stuhl sichern konnte. Mehr noch, es wird aufgrund der unterschiedlichen Beteiligung am Spiel so oft ein erfolgreicher Mann zugunsten einer Frau aus dem Spiel ausgeschlossen, dass eine Wahrscheinlichkeit von meinetwegen 70 % besteht, dass ein Mann das Spiel verlässt und somit am Ende exakt 5.000 Frauen und 5.000 Männer übrig bleiben.

    So funktioniert „Gleichstellung“.


  11. Bin grad erschrocken, dass hier überwiegend Männer auf die Frauen einhauen. Das find ich nicht besser, als die wehklagenden Frauen. Wie könnte man den Dialog konstruktiv gestalten?

    Hier hauen keine Männer auf Frauen ein, sondern Männer auf Feministinen. Je länger sie die Situation beobachten, werden sie von ganz alleine wütend. Wenn man weiss das seit 40 Jahren gelogen wird um Vorteile zu erhaschen und andere Mundtot zu machen, wird man wütend. Konstruktiven Dialog wird es nicht geben, denn dieser ist gar nicht erwünscht. Der Monolog des Feminismus ist nicht von den Männern gewünscht gewesen sondern mit Gewalt herbeigebracht worden.

    Jegliche Kritik wurde einfach als Frauenfeindlich dargestellt und fertig.

    Oder meinen Sie das vor 1960 die Männer länger gelebt haben als Frauen? Nein, auch damals schon haben Männer ein kürzeres Leben gehabt.

    /ajk

  12. Leider versperrt der Blick auf die Opferstellung auch eine konstruktive Lösung.
    Vielleicht sollte man eher mal untersuchen, wie männliche Blogger bekannt geworden sind und was weibliche im Gegenzug machen.Wie aktiv arbeiten beide an ihrer Vernetzung? Wie setzen sie SEO ein, angefangen dabei die Überschriften googlegerecht zu formulieren? Wie gehen sie auf andere ein? Suchen Sie aktiv den Kontakt zu den großen Blogs durch Links oder Kommentare? Oder Ecken sie weniger an, was auch für Aufmerksamkeit sorgen kann.

  13. Der richtige Maskulist engagiert sich nicht in einer Partei, die den Staat grundsätzlich nicht in Frage stellt, sondern ist gegen den Staat an sich!

    Ein Maskulist kann daher, will er glaubwürdig sein und eines Tages Erfolge sehen, zwangsläufig nur:

    Politisch rechts stehen und den Sozialisimus mit all seinen Auswüchsen wie Feminismus ablehnen! Kein Klassenkampf und kein Geschlechterkampf! Vor allem keine Klassenpolitik und keine Geschlechterpolitik! Man kann auf die Dauer nicht links sein und gleichzeitig glaubwürdig Männeranliegen vertreten!

    Richtige Maskulisten sind Staats- und Verfassungsgegner und haben die Beseitigung des bestehenden politischen Systems zum Ziel!

    Feministinnen sind viel toleranter. Sie setzen sich für wahre Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Wohlgemerkt, gleiche Rechte. Wenn Eva und Richard sich für einen Job bewerben, sollen beide die gleichen Chancen haben. Das soll mit einer Quote bewerkstelltigt werden. Was ist daran so schwer zu verstehen?

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