Blogparade: Esskultur 2.0 – Analoger Käse & digitale Wurst – Wie kochen und genießen wir morgen?

Dieser Beitrag ist ein Teilnahmebeitrag der Blogparade Esskultur 2.0 – Analoger Käse & digitale Wurst – Wie kochen und genießen wir morgen? vom Social Media Dinner. Los geht’s.

Essen, eine der sinnlichsten Erfahrungen überhaupt. Mal hat man viel zu viel, ein anderes Mal hat man vielleicht Hunger – dann wird es existenziell. Und der Blick in die Zukunft? Über analogen Käse habe ich mich hier ja schon vor langer Zeit einmal ausgelassen. Das geht gar nicht. Betrug. Insgesamt halte ich persönlich alle Lebensmittel ohne eine natürliche Grundlage für bedenklich. Unsere Gesundheit verändert sich, wir Menschen werden empfindlicher, allergischer. Das führe ich auf das Essen zurück, gönne mir da meine ganz private Meinung. Dennoch verzehre auch ich immer wieder solche Produkte. Weil es billig ist, weil es schnell geht und weil es doch irgendwie schmeckt. Das ist nicht meine Philosophie, aber ich bin eben auch kein Heiliger. So eine Tiefkühlpizza hat an manchem Abend gute Dienste geleistet.

Wie ich gerne essen würde

Schaue ich in die Zukunft, würde ich wieder gerne mehr Nahrung mit frischen Zutaten zu mir nehmen. Möglichst in Bio-Qualität oder besser. Bei uns um die Ecke ist ein genialer Demeter-Hof, da kann man den Tieren beim wachsen zusehen und dem Gemüse auch. Die Eier werden zusammen mit dem Hühnerhaus immer wieder wo anders versteckt. Moderne Landwirtschaft mit hohen Ansprüchen. Das schmeckt, das macht Spaß solche Produkte zu kaufen und das ist leider auch teuer. Ich möchte es mir aber leisten und natürlich auch leisten können.

Das bedeutet regionale Produkte mit einem Bezug zur Jahreszeit ohne tausende Kilometer im Rücken. Am liebsten frisch aus der Erde auf den Tisch. Obst noch von der Sonne warm. Himmlische Erdbeeren – die sich zu pervers leckerer Erdbeermarmelade verarbeiten lassen. Zum träumen.

Weniger wegwerfen

Immer noch landen zu viele Lebensmittel im Müll. Schlechte Planung, einkaufen mit knurrendem Magen. Ihr kennt das. Da bieten sich digitale Helfer an. Und viel Disziplin. Vielleicht bedeutet es auch weniger Auswahl. Gestern Abend bot mein heimischer Kühlschrank allein 12 verschiedene Getränke an. Alle sehr lecker, aber ist das wirklich notwendig? Ich hab mich etwas erschrocken, als es mir aufgefallen ist. Ein Leben im Überfluss.

Begeistert hat mich der Film „Taste the Waste„, der inzwischen ja schon viel bewegt hat. Gurken im Handel dürfen wieder krumm sein. Ich selbst kaufe manchmal ein Stück Obst oder Gemüse mit kleinen Schadstellen – schmeckt übrigens nicht wirklich schlechter. Man sollte da aufmerksamer sein, gezielter Einkaufen, weniger Nahrung zwecklos vernichten.

Fleisch!

Ich liebe Fleisch. Lammfilet vom Grill. Oder Rinderfilet. Aber auch ein schönes Hackbällchen oder eine saugeile Salami di Parma. Zum reinsetzen. Es soll aber weniger werden. Wir essen zu viel Fleisch, zu viel schlechtes Fleisch aus dubiosen Haltungsbedingungen. Das muss nicht sein! Auch, wenn es wieder billig, einfach und ständig beim Discounter frohlockt. Bislang scheitere ich an mir selbst. Aber ich will nicht aufgeben es zu versuchen: weniger Fleisch essen.

Die Zukunft der Esskultur

Essen wird ein wichtiger Zeitpunkt für soziale Interaktion bleiben. Hoffentlich wird das Thema wieder entschleunigt, von Fastfood und Instagram befreit. Bewusst mit anderen Menschen Zeit verbringen, natürliche Lebensmittel und Zutaten hervorragender Qualität ganz bewusst einkaufen und in leckere Speisen verwandeln. Zufriedenheit in Gesichter zaubern und wachsam sein. Das ist (hoffentlich) meine Zukunft der Esskultur. Mit reden. Sehr analog, wenig digital.

Guten Hunger!

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